Über 40 Jahre Qualität und Erfahrung
für Gesundheit und Wohlbefinden
Startseite Potamos


Die Bauchfett-Story

Bauchfett

 

Bauchfett ist nicht - wie vielleicht erwartet – ein Fettproblem, sondern ein Lymphproblem!

 

In meinem Artikel „Lip-/Lymphödem“ habe ich schon beschrieben, dass die „Fettsucht“ oft als Folge einer fettreichen Ernährung betrachtet wird – einer der größten Irrtümer unserer Zeit.

 

Ursache der Fetteinlagerung in den Zellen ist nicht die Fettaufnahme mit dem Essen, sondern zu allererst und am wichtigsten die schlechte Sauerstoffversorgung dieser Zellen, die in ihrer Energienot versuchen, den Zucker mit Sauerstoff zu „verbrennen“ um die frei werdende Energie für den Stoffwechsel zu verwenden, aber dazu nicht genügend Sauerstoff erhalten.

Darum: Um zu überleben und nicht wegen Energiemangels abzusterben, wird  der noch vorhandene Zucker in der Zelle auch ohne Sauerstoff  (O2) gespalten, was zwar auch Energie freigibt, doch leider nur 5 % (d. h. 1/20) der Energie, die aus einem Zuckermolekül mit Sauerstoff zu erhalten wäre.

 

Diese Notmaßnahme verbraucht den Zucker nicht komplett, sondern hinterlässt Spaltprodukte: aus 1 Glukosemolekül mit 6 Kohlenstoffatomen (C) werden 2 Teilmoleküle mit je 3 Kohlenstoffatomen. Die Teilsubstanzen werden aber nicht wieder abgegeben, sondern verbleiben in der Zelle.

 

Ich vergleiche das oft mit Büchern, die, wenn sie gelesen sind, nicht mehr gebraucht werden: Wir werfen sie nicht weg, sondern ordnen sie in einem Bücherregal an der Wand. Ist das Regal voll, bauen wir für weitere Bücher neue Regale an.

 

So ähnlich macht es die Zelle mit dem gespaltenen Zucker: Er wird als 3-C-Moleküle an ihren Wänden geordnet abgelagert.

 

Bauchfett FrauDer Zuckerbedarf dieser Zellen ist groß, da ja nur 5 % davon als Energie verwendet werden können. Er kann aber nur mit neuen Zuckermolekülen gedeckt werden, deren Reste dann wieder an den Zellwänden abgelagert werden. Sie erscheinen als verkettete C-Substanzen als „Lagerprodukt“ Fett.

 

Das Fett in den Zellen entsteht also aus der zum Überleben notwendigen Spaltung von Zucker ohne Sauerstoff und dem Einlagern der Spaltprodukte als Fett. Um diesen Verfettungsprozess zu beenden und den Zucker wieder mit 100 % Energie abzubauen, muss wieder Sauerstoff an die Zellen heran können.

 

Der Rückbau des eingelagerten Fettes erfolgt ebenfalls nicht ohne  Not, denn das Fett liegt ja ruhig an den Zellwänden (vgl. das mit Büchern gefüllte Regal). Erst wenn wieder genügend Sauerstoff, aber kein Zucker (Glukose) mehr vorhanden ist, wird das Wandfett wieder „zurückgeholt“ und zu Zucker gelöst, der damit wieder zu 100 % für Energie verstoffwechselt werden kann. Dieser Rückbau des Fettes wird normalerweise nur bei Hunger oder Reduktionsdiäten in Gang gesetzt.

 

Weshalb aber kommt der Sauerstoff (O2) von der Lunge nicht an die O2-bedürftigen Zellen heran? Der Transport von O2 über die Blutbahn bis zur Peripherie geht ziemlich problemlos. Ab den Blutkapillaren besteht dann die große Staugefahr, da das O2-gesättigte Blutserum jetzt als Lymphe außerhalb der Kapillare keinen Schub mehr bekommt wie in der Blutbahn. Jetzt beginnt die Langsamfahrstrecke zu den Gewebszellen, auf der die Lymphe nur durch die Adhäsionskraft weitergeleitet wird.
Diese störanfällige Passage ist enorm abhängig vom Zustand der Lymphe, d. h. ob sie mehr oder weniger leicht zähflüssig wird, z. B. durch Säuren, zu hohen Eiweißgehalt, höheres Alter oder andere Faktoren. Die schnelle Verbindung zum Bestimmungsort Zelle zu erhalten oder wiederherzustellen, ist das zentrale zu lösende Problem, wenn nicht zunehmend Fett in den Zellen eingelagert werden soll.

 

Es gilt also, die Lymphe zu aktivieren und die acidotische Lymphblockade zu vermeiden bzw. wieder aufzulösen. Im Mittelpunkt der Therapie steht ganz die Lymphe als Transporteur und Zulieferer von Sauerstoff, vor allem im höheren und ganz besonders im hohen Alter.
Ein extrem häufiges Beispiel für diese Notwendigkeit ist die allmähliche, anfangs kaum merkliche Fetteinlagerung in den Oberschenkeln durch den Knick in den Leisten vor allem beim stundenlangen Sitzen, oft täglich über Jahre. Der gestaute Oberschenkel wird immer dicker. Nach Jahrzehnten, im höheren Alter sind die VerdickunLGB Griffgen nur noch bei ausreichender Konsequenz zurückzuführen.

 

Das gleiche O2-Versorgungsproblem besteht im Bauchraum, wo es zu Fettansammlungen in seiner Wurzel, der Radix mesenterii, führt. Unser moderner Lebensstil fördert diese Entwicklungen durch langes Sitzen, wenig Bewegung und wenig Atemexkursionen (= wahrnehmbare Bewegungen des Brustkorbs beim Atmen). Die Verdickung im Hals-Kopf-Bereich, in den Armen – besonders nach operativem Eingriff in den Achselhöhlen – und schließlich auch Konzentrations- und Funktionsstörungen in Gehirn, Augen, Gesicht etc. sind ebenfalls Folgen der acidotischen Lymphblockade.

 

LGB-Bauchbehandlung

 

Die Leistungsfähigkeit der ortsfesten Zellen des Körpers ist ebenso wichtig für die Resistenz gegen Krankheiten wie die Immunabwehr in der flüssigen Lymphe und damit ebenfalls abhängig von der O2-Versorung der Zellen. Durch äußeren Druck wie durch übermäßige Nahrungszufuhr überlastete Zellen können sich immer weniger gegen Attacken von Viren, Bakterien oder Keimen von außen wehren.
Die Lymphe mit frischem Sauerstoff ist der wichtigste „Gesundmacher“ und am stärksten wirksam, wenn er bis zur erschöpften Zelle vordringt.


Was kann ich selbst tun?, Acidose-Selbstmassage und Acidose-Lymphgymnastik.

 

Wohlbefinden, Zufriedenheit, Glück sind nur über diesen Weg der optimalen Lymphversorgung realisierbar. Diese Optimierung kann jeder Mensch für sich erzielen.
Die Schwingungsfähigkeit unseres Körpers, seiner Zellen, seiner Bewegung, Stimmung, Gedanken, Sprache, Ausdrucksweise, Verhalten usw. – das alles beruht auf einer optimalen Zusammenarbeit von Zellen und ihrer versorgenden Lymphe.

 

Dr. med. A. H. Barth